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Filme für die Erde

„Shaking the Tree“ - Die Vision von Wangari Maathai als Beitrag zur Bewusstseinsbildung für eine nachhaltige Entwicklung

Unter folgendem Link finden Sie einen Unterrichtsvorschlag zum Einsatz des Films "Die Vision von Wangari Maathai", der mit der Methode "Vorhersage mit Filmen" im Unterricht eingesetzt werden kann: DOWNLOAD

(R)EVOLUTION

Worum geht’s?

Der Hai-Aktivist Rob Stewart will die Ursachen für das Aussterben seiner Lieblingstiere, der Haie, herausfinden. Dabei stößt er auf weitere Probleme, wie das Sterben der Korallenriffe, die für das Gleichgewicht der Meere ausschlaggebend sind, oder die Haiindustrie, die massenhaft Haie fängt, um die Spezialität Haifischsuppe in China servieren zu können. Auch die Überfischung der Ozeane wird thematisiert, sowie das Problem der Ozeanversauerung, die stärker ist als je zuvor; ausgelöst durch die Erderwärmung bzw. den anthropogen verursachten CO2-Ausstoß. Stewart spricht mit Experten und kommt zu dem Schluss, dass der Mensch mit seinem Handeln letztlich die Ursache der Probleme ist; nicht nur für das Haisterben, sondern vor allem auch für die Zerstörung von Lebensräumen in den Weltmeeren. Politiker scheinen zunächst Hauptschuldige zu sein, da sie keine Maßnahmen verabschieden, die die Zerstörung der Umwelt stoppen würden, obwohl Wissenschaftler bereits Lösungsansätze unterbreiten. Auch große Unternehmen seien nur profitorientiert, anstatt sich darum zu kümmern, dass die nachfolgenden Generationen die Erde noch so kennen lernen wie die jetzigen. Aber letztendlich müsse – so die zentrale Erkenntnis von Rob Stewart –  jede/r Einzelne umdenken und bewusster handeln, damit unsere Welt gerettet wird.

Rob Stewart geht nah an die Tiere heran und nimmt die Zuschauer mit auf die Suche nach den Ursachen für die Umweltprobleme der Meere. Dass er nicht nur die negativen Seiten, sondern auch Erfolge aufzeigt, die er durch Demos und seinen früheren Film „Sharkwater“ bereits verzeichnen konnte (z. B. ein Umdenken von Unternehmen und eine Sensibilisierung und Mobilisierung von tausenden von Menschen), macht den Film sehr mitreißend und authentisch. Am Ende fühlt man sich selbst dazu aufgefordert rücksichtvoller mit der Umwelt umzugehen.

Eignung für den Erdkundeunterricht?

„Revolution“ ist für den Erdkundeunterricht sehr zu empfehlen, da der Film mitreißend ist und mit gutem Tempo durch die Story führt. Der Film ist auch für jüngere Klassenstufen empfehlenswert, wobei die etwas blutigen Szenen in der 4. und 49. Minute vielleicht nicht gezeigt werden sollten.

Anregungen:

Da der Film komplexe Sachverhalte wie Korallensterben, Überfischung, Ozeanversauerung und Ursachen für den CO2-Ausstoß thematisiert, ist es sinnvoll, diese Schwerpunkte vorab im Unterricht in Grundzügen schon fachlich zu klären, bzw. die jeweiligen Filmausschnitte mit Arbeitsblättern zu ergänzen. Der Film eignet sich besonders als Abschluss einer Unterrichtseinheit zum Thema Klimawandel. Aufgrund der großen Informationsflut sollten in den jüngeren Klassenstufen Pausen gemacht oder nur ausgewählte Ausschnitte gezeigt werden.

Weitere Infos zum Film:

https://filmefuerdieerde.org/filme/planet-erde/revolution

HOME

Worum geht’s?

Mit beeindruckenden Luftaufnahmen und klangvoller Musik untermalt, führt ein Erzähler durch den Film über unsere Erde – unser „Home“. Angefangen mit den Prozessen, die seit der Geburt der Erde vor etwa 4,5 Milliarden Jahren über die Entwicklung von Urbakterien und den Sauerstoffgehalt der Atmosphäre dazu führten, dass sich Leben auf dem Land entwickeln konnte, kommentiert der Erzähler schließlich die Geschichte der Menschheit. Erst als Jäger und Sammler, später mit Beginn der Landwirtschaft, der Nutzung fossiler Energieträger und der damit einhergehenden Industrialisierung, entwickelt sich der Mensch immer weiter und formt zunehmend eine Kulturlandschaft. Städte werden gebaut; höher, schneller, weiter – daraus resultieren immer größere Probleme. Der Mensch formt die Welt für seinen größtmöglichen Lebenskomfort und baut dabei, mithilfe von immensem Düngereinsatz, Lebensmittel in Regionen an, in der sie niemals natürlich wachsen könnten. Die Rohstoffe seien in ein paar Jahren ausgeschöpft, genauso wie die Fischbestände in den Weltmeeren, wenn die Menschen so weitermachten wie bisher. Auch fossiles Wasser wird mehr und mehr ausgeschöpft durch Feldbewässerung in Wüstenregionen und Brunnenbau. Die Urwälder, als Stützpfeiler unseres Klimagleichgewichts, werden immer mehr abgeholzt, um wirtschaftlich lukrativere Pflanzen wie Palmöl, Eukalyptus und Sojabohnen anzubauen. Der drohenden Ressourcenknappheit des Erdöls wird nicht mit einer neuen Energiequelle entgegengewirkt, sondern es wird nun Öl aus Öl- bzw. Teersand gewonnen. All das finde noch statt, obwohl bereits das Volk der Osterinseln zeigte, dass es durch Ausbeutung der Rohstoffe und nicht nachhaltigen Umgang mit den Naturressourcen, nicht überleben konnte.

Am Ende des Films werden verschiedene Problemschlagzeilen aufgeworfen, die dem Zuschauer die Dringlichkeit des nötigen Umdenkens für die Rettung der Erde offenbart. Die schönen Landschaftsaufnahmen sorgen zudem dafür, dass sich der Zuschauer mit unserem „HOME“ stärker verbunden fühlt. Mit Sätzen wie „Es ist zu spät, um Pessimist zu sein!“ hinterlässt „HOME“ beim Zuschauer das Gefühl sein eigenes Handeln zum Wohle unseres Planeten überdenken zu wollen.

Eignung für den Erdkundeunterricht?

Der Film „Home“ ist gut für den Erdkundeunterricht geeignet, aber in Gänze erst empfehlenswert ab Klassenstufe 10. Die ersten 10 Minuten von „Home“, in dem der Anfangszustand der Erde im Präkambrium beschrieben wird, könnten schon ab Klassenstufe 6 im Kontext der Erdgeschichte bzw. endogenen und exogenen Kräften (in Anlehnung an das Kerncurriculum für Erdkundeunterricht an Gymnasien in Niedersachsen von 2015) insbesondere im Zusammenhang mit der Vermittlung des Wasserkreislaufs gezeigt werden. Der Film besticht durch die grandiose Ästhetik der Natur- und Kulturlandschaften, die Informationen sind jedoch verdichtet und setzen eine hohe Konzentrationsfähigkeit voraus.

Anregung:

Da im Film viele Aspekte des anthropogen verursachten Klimawandels zur Sprache kommen, empfiehlt es sich, jeweils ausgewählte Ausschnitte im Erdkundeunterricht zu thematisieren. Die durch den Klimawandel verursachte Eisschmelze, der übermäßige Wasserverbrauch in Trockenregionen, die ökologisch fragwürdige Ölgewinnung und die Folgen der unbedachten Urwaldrodung sind beispielsweise geographisch relevante Probleme und globale Herausforderungen, die im Film angesprochen werden. Eine Beobachtungsaufgabe während ausgewählter Filmausschnitte ist sehr geeignet, da genügend Pausen vorhanden sind, um sich Notizen zu machen.

Meyer, C. (2016): HOME - Zurück zu den Wurzeln in eine lebenswerte Zukunft. In: Meyer, C. (Hrsg.): Diercke Geographie und Musik. Zugänge zu Mensch, Kultur und Raum. Braunschweig, S. 13-24.

Weitere Infos zum Film:

https://filmefuerdieerde.org/filme/planet-erde/home

Rezensionen: Jacqueline Grote